Der Start Ihrer ersten Anzeige kann herausfordernd wirken. In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt die fünf wichtigsten Aufgaben, die Sie erledigen sollten, bevor Ihre erste Tanganica-Kampagne live geht: Produkte hochladen, Tracking-Code einrichten, das passende Kampagnenformat auswählen, Budget festlegen und den technischen Zustand Ihres Online-Shops überprüfen. Jeder dieser Bereiche hat einen direkten Einfluss auf die Performance Ihrer Anzeigen.
Kapitel 1: Produkte in die App laden
Damit Tanganica Ihre Produkte bewerben kann, benötigt das System Zugriff darauf. Sie hinterlegen dafür einen Link zu Ihrem XML-Produktfeed – einem digitalen Katalog Ihres Online-Shops, den Tanganica täglich lädt und für die Erstellung Ihrer Anzeigen verwendet.
Was ist ein XML-Produktfeed und warum ist er entscheidend?
Ein XML-Produktfeed ist eine Datei, die alle Ihre Produkte samt relevanten Details enthält – wie Produktname, Preis, Bilder, Verfügbarkeit und mehr. Sie hinterlegen den Produktfeed als Produktfeed-URL bei Tanganica. Wir benötigen ihn im Google Shopping XML-Format, das die meisten E-Commerce-Plattformen automatisch erzeugen können. Je vollständiger und genauer die Produktattribute und Produktdaten im Feed, desto gezielter kann das System Ihre Produkte der passenden Zielgruppe zur optimalen Zeit präsentieren. Ein schlechter Produktfeed bremst unmittelbar die Kampagnenleistung – selbst wenn Sie alle anderen Einstellungen korrekt vorgenommen haben.
Unverzichtbare Feed-Attribute
Attribut | Inhalt | Darauf kommt es an |
| Eindeutige Produkt-ID | Ändern Sie niemals die ID eines Produkts, das schon Daten gesammelt hat. |
| Produktname | Der Produktname sollte alles Wesentliche enthalten: Produktname, Material, Größe, Farbe, Marke. Vermeiden Sie generische Begriffe wie "Schwarzes T-Shirt". |
| Produktbeschreibung | Mindestens 2 Sätze mit relevanten Keywords. Nicht nur technische Angaben übernehmen. |
| Produktseiten-URL | Die Produktfeed-URL muss direkt zum beworbenen Produkt führen, nicht zu einer Kategorieansicht. |
| URL zum Hauptbild | Hintergrund weiß, Produkt gut erkennbar, mindestens 800 × 800 px. Keine Wasserzeichen oder Schriftzüge. |
| Preis inkl. Währung | Der Preis muss exakt dem Preis auf Ihrer Website entsprechen. Abweichungen führen zur Ablehnung der Anzeige. |
| Verfügbarkeit | Werte: |
| Produktmarke | Erleichtert die Produktleistung und gezielte Aussteuerung Ihrer Produkte. |
| EAN / Barcode | Ohne GTIN kann Ihr Produkt schlechter zugeordnet werden. Ist keine vorhanden, dann |
Typische Fehler im Produktfeed
Allgemeine oder leere Produktnamen. Ein Produktname wie „Winterjacke“ ist weder für Kundschaft noch das System zielführend. Besser: „Damen-Winter-Daunenjacke, Schwarz, Größe M“.
Preis im Produktfeed stimmt nicht mit dem Preis auf der Website überein. Die Anzeige wird sofort abgelehnt. Beide Preise müssen identisch sein – auch bei Aktionen.
Ausverkaufte Produkte als verfügbar markiert. Kund:innen klicken, finden das Produkt aber nicht – dies senkt die Conversion-Rate Ihres Online-Shops.
Fehlende oder defekte Bild-URL. Ein Produkt ohne Bild kann nicht beworben werden. Prüfen Sie, ob alle Bild-URLs funktionieren und aktuell sind.
ID von Produkten mit gesammelten Daten ändern. Das System verliert dann die bisherige Produktleistung und beginnt mit der Optimierung von vorne.
Zu kleiner oder selten aktualisierter Produktfeed. Der Produktfeed sollte alle aktiven Produkte enthalten. Jedes Produkt bringt neue Chancen für die Kampagnenleistung und liefert frische Daten.
Kapitel 2: Tracking-Code einrichten
Der Tracking-Code ist ein kleiner Codeschnipsel, den Sie auf Ihrer Website einbauen. Er misst das Verhalten Ihrer Kundschaft und überträgt diese Daten an Ihre Kampagnen. Nur mit Conversion-Tracking erkennt das System, welche Klicks zu einer Bestellung führen, wer ein Produkt in den Warenkorb legt und auf welchen Geräten eingekauft wird. Ohne korrektes Conversion-Tracking können keine Kampagnen aktiviert werden.
Wichtige Tracking-Events
purchase— erforderlich. Kunde schließt eine Bestellung ab. Ohne dieses Event kann keine Kampagne starten. Es liefert das wichtigste Optimierungssignal und muss auf der Bestellbestätigungsseite ausgelöst werden.add_to_cart— empfohlen. Kunde führt die Aktion „in den Warenkorb legen“ durch. Dies unterstützt die Kampagnenleistung, indem potenzielle Käufer früher identifiziert werden und die Lernphase schneller abgeschlossen ist.
Häufige Tracking-Code-Fehler
Tracking-Code auf der falschen Seite eingebaut. Das
purchase-Event muss auf der Bestätigungsseite nach Abschluss der Bestellung ausgelöst werden – nicht auf der Warenkorb- oder Zahlungsseite.Event wird für eine Bestellung mehrfach ausgelöst. Das führt zu doppelter Messung. Das Event darf nur einmal beim Laden der Bestellbestätigungsseite aktiviert werden.
Fehlender Bestellwert im Event. Wenn das purchase-Event keinen Wert (Parameter
valuezusammen mitcurrency) enthält, kann das System nicht berechnen, welcher Umsatz durch die Kampagnen generiert wird und kann keine korrekte Optimierung des Cost-of-Sale („Werbeausgaben“) durchführen.
Kapitel 3: Kampagnenformat auswählen
Warum wir Ihnen zu Performance Max für den Start raten
Performance Max ist ein Kampagnentyp, der mehrere Anzeigenbereiche gleichzeitig abdeckt – darunter Google Shopping und Suche. Statt jedes Format einzeln zu steuern, testet der Algorithmus automatisch aus, wo und bei wem Ihre Produkte die beste Kampagnenleistung erzielen und optimiert eigenständig. Für Ihre erste Kampagne ist das die optimale Wahl.
Welche Anzeigen-Assets in die Kampagne gehören
Bei Performance Max werden Ihre Anzeigen automatisch aus den bereitgestellten Anzeigen-Assets zusammengestellt. Das System testet fortlaufend verschiedene Kombinationen, um zu erkennen, welche die beste Kampagnenleistung liefert. Deshalb ist es wichtig, vielfältige und hochwertige Anzeigen-Assets hochzuladen.
Asset-Typ | Anforderungen | Empfehlungen |
Bilder | Quadratisch 1:1 – mind. 300 × 300 px (ideal 1200 × 1200 px) | Zeigen Sie Ihr Produkt im realen Einsatz, nicht nur vor weißem Hintergrund. Kein Text und keine Wasserzeichen verwenden. |
Logo | Quadratisch 1:1 – mind. 128 × 128 px | Sollte auch in sehr kleiner Darstellung gut lesbar sein. Kein Hintergrund mit zahlreichen Details. |
Anzeigentitel | Kurz – max. 30 Zeichen, mind. 3 | Jeder Anzeigentitel soll für sich überzeugen. Nutzen Sie verschiedene Styles: Nutzenargument, Call-to-Action, Kategoriebezeichnung. |
Anzeigenbeschreibung | Max. 90 Zeichen, mindestens 2 | Betonen Sie den Mehrwert für Kund:innen. Schreiben Sie allgemeine Anzeigentexte, denn diese werden mit verschiedenen Produkten aus dem Produktfeed kombiniert. |
Warum Sie nur ein Kampagnenformat zum Start wählen sollten
Für eine effektive Kampagnenleistung benötigt Smart Bidding eine kritische Masse an Conversion-Events, um die Lernphase abzuschließen und die Kampagne optimal zu automatisieren. Wenn Ihr Werbekredit auf mehrere Kampagnen verteilt wird, erreicht keine davon diese Schwelle – die Performance stagniert.
Praxisbeispiel: Sie investieren 200 € Werbekredit und starten drei Kampagnen. Jede erhält ca. 65 € – das reicht nicht, um genug Conversions für eine aussagekräftige Analyse zu erzielen. Investieren Sie 200 € nur in eine Kampagne, lassen sich deutlich mehr Conversion-Events und echte Erkenntnisse für die Optimierung gewinnen. Eine einzelne, mit ausreichend Werbekredit versorgte Kampagne wird immer bessere Ergebnisse bringen als drei Kampagnen ohne ausreichende Datenbasis.
Vorteil durch CSS-Partnerschaft: Günstigere Klickpreise
Tanganica ist CSS-Partner (Comparison Shopping Service). Dadurch nehmen Ihre Google Shopping-Anzeigen an einer gesonderten Auktion teil und Sie zahlen für den gleichen Klick („Klick“) bis zu 20 % weniger als direkt via Google. Dieser Preisvorteil gilt automatisch – Sie müssen nichts extra konfigurieren.
Kapitel 4: Budget – Wie viel und warum
Wie das Werbekreditmodell funktioniert
Tanganica arbeitet auf Basis eines Kreditmodells. Sie bestimmen den Betrag, den Sie als Werbekredit investieren möchten. Ihr Werbekredit wird dann eingesetzt für Werbeausgaben (Klicks und Impressionen) sowie eine Gebühr für jede Bestellung, die Ihre Kampagnen generieren. Die Gebühr wird nach dem Bestellwert berechnet, den der Tracking-Code per Conversion-Tracking übermittelt – vorzugsweise exklusive Mehrwertsteuer und Versand, abhängig von Ihrer Data Layer-Konfiguration.
Welchen Werbekredit empfehlen wir zum Start?
Für den Anfang empfehlen wir 200–400 € Werbekredit pro Monat. Damit hat Ihre Kampagne genug Spielraum, um 30 Tage lang Daten zu Produktleistung sammeln und eine aussagekräftige Kampagnenleistung zu liefern. Ein niedrigerer Werbekredit vermindert nicht das Risiko – er beschränkt lediglich die Datenbasis und erschwert die Bewertung der Kampagnenperformance.
Praxisbeispiel: Ihr durchschnittlicher Bestellwert beträgt 50 €. Mit einem Werbekredit von 80 € werden nur sehr wenige Bestellungen generiert – so kann das System nicht erkennen, ob das eine Ausnahme oder ein Trend ist. Bei 200 € Werbekredit sammelt die Kampagne in der Regel mindestens 10 Conversion-Events, aus denen sich signifikante Schlüsse über Ihre ROAS ziehen lassen.
30-Tage-Attributionsfenster
Tanganica nutzt eine Last-Click-Attribution mit 30 Tagen. Klickt ein Kunde heute auf eine Anzeige und bestellt innerhalb von 30 Tagen, wird diese Bestellung der Kampagne zugerechnet und die entsprechende Gebühr vom Werbekredit abgezogen. Dies gilt auch, wenn eine Kampagne zwischenzeitlich deaktiviert wurde – der Werbekredit wird weiterhin von Bestellungen beansprucht, bei denen das Anzeigen-Asset die Entscheidung beeinflusst hat.
Häufige Kredit-Fehler
Zu niedriger Werbekredit. Die Kampagne wird womöglich gestoppt, bevor statistisch relevante Daten vorliegen, oder sie läuft, aber es gibt zu wenig Bestellungen für eine realistische Kampagnenbewertung.
Kampagne nach wenigen Tagen aussetzen. Das System benötigt mehrere Bestellungen, um die Lernphase der Kampagne zu beenden. Schwankungen zu Beginn sind normal und nicht aussagekräftig. Wer die Kampagne voreilig aussetzt, verliert die durch Werbeausgaben generierten Daten ungenutzt.
Kapitel 5: Pre-Launch-Online-Shop-Checkliste
Ihre Anzeigen bringen Kundschaft auf Ihren Online-Shop, aber nur die Shopseite entscheidet über Umsatz und Kampagnenleistung. Technische oder inhaltliche Schwächen am Online-Shop können selbst optimale Kampagnen ausbremsen. Prüfen Sie vor dem Start folgende Punkte:
Ladezeit des Online-Shops zu hoch. Jede Seite sollte in spätestens 3 Sekunden laden. Jede weitere Sekunde steigert die Absprungrate. Die Seitenladegeschwindigkeit sehen Sie in Tanganica unter „Shop-Diagnose“.
Online-Shop nicht mobiloptimiert. Die meisten Besucher kommen über ihr Smartphone. Ist Ihr Online-Shop nicht mobilfreundlich, verlieren Sie trotz guter Anzeigen-Assets potenzielle Kundschaft. Testen Sie Ihren Shop gezielt am Handy.
Fehler beim Warenkorb oder Payment Gateway. Führen Sie einen vollständigen Testkauf durch – der gesamte Bestellprozess muss fehlerlos funktionieren.
Fehlende oder qualitativ schwache Produktseiten. Jede Produktseite sollte hochwertige Fotos aus mehreren Perspektiven, eine ansprechende Produktbeschreibung und vollständige Angaben zu Verfügbarkeit und Lieferung enthalten.
Fehlende Vertrauenselemente. Kontaktinformationen, Datenschutzbestimmungen, Nutzungsbedingungen, Widerrufsbelehrung und Kundenbewertungen sind für neue Besucher:innen essentiell. Ohne diese Elemente fällt der Abschluss der ersten Bestellung schwerer.
Kein HTTPS oder ungültiges SSL-Zertifikat. Online-Shops ohne gültiges SSL-Zertifikat werden von Browsern als unsicher markiert. Die Kundschaft verlässt solche Online-Shops sofort und Sie dürfen darauf keine Anzeigen schalten.
Fehlerhafte 404-Produktseiten. Wenn ein Link im Produktfeed auf eine nicht existierende Produktseite zeigt, erscheint für Kund:innen eine Fehlerseite. Im Produktfeed dürfen nur gültige und erreichbare Produktseiten hinterlegt werden.
Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich jederzeit gerne an Ihren Kundenbetreuer bei Tanganica.
